Streicher: Sicheres,
flüssiges und sauberes Spiel in der ersten Lage
Beherrschung von B- Tonarten (C-Moll!)
Beherrschung einfacherer Doppelgriffe
Lust zu Improvisation (Fähigkeiten keine Voraussetzung!)
Bogentechnik: Spikkato und Tremolo. Schlagzeug:
Siehe/höre Demoaufnahmen unten, max. Tempo: 172 bpm.
Gute "Timing-festigkeit" = möglichst geringe Temposchwankungen
im Spiel ;o)
Ziele:
Erlernen rockmusikspezifischer
Spiel- und Phrasierungstechniken
Erlernen des Umgehens mit elektrischen Streichinstrumenten und
Instrumentenverstärkern
Erlernen eines neuen Hörverhaltens (du hörst auf den
Verstärker, nicht auf dein Instrument)
Erlernen von besonderen
Skalen/Tonleitern
(Kirchentonleitern, nahöstliche Skalen)
Entwickeln von modalen
Skalen/Tonleitern
Improvisieren lernen
Arrangieren und Bearbeiten lernen
Zusammenspiel in einem "Band"- Kontext lernen Erarbeitung von
6 bis 10 Titeln, Konzert vor den
Sommerferien 2007.
Elektrifizierte
Instrumente und Verstärker werden für die Proben gestellt.
Warum elektrisch streichen?
Ende
meiner Schulzeit begann ich, elektrisch
Geige zu spielen. 4 Jahre später war ich das erste Mal mit
einer Band im Tonstudio.
Seit dem habe ich etwa 90% meiner Jobs als freier Musiker elektrisch gespielt
und möchte diesen neuen Horizont jungen Streichern öffnen.
Heute wird es immer wichtiger, als Musiker universell einsetzbar zu sein.
Dazu gehört das Spiel auf elektrischen / elektrifizierten Instrumenten.
Man sieht & hört immer häufiger Bands, die elektrische Streicher
in ihren Reihen haben. Vielleicht populärstes Beispiel sind die finnischen
Cellisten von Apocalyptica.
Sie
und andere rein "klassisch" ausgebildete StreicherInnen wie Vanessa
Mae, die in ihren Videos mit einer Zeta-
E-Geige posierte oder das Streichquartett Bond,
haben keine Angst vor der Berührung mit der Popmusikwelt.
Im Jazz sind elektrische Streicher lange
etabliert. Auch in der Neuen
Musik trifft man auf sie, z. B. in der Komposition Black
Angels des Amerikaners George
Crumb für elektrisches Streichquartett. In vielen professionellen
Musical- Ensembles spielen die Streicher elektrifizierte Instrumente, da
deren Abnahme/Verstärkung unproblematischer ist als die Mikrophonierung
akustischer Instrumente. Surfin'
Béla? Was soll das bedeuten?
Ende der 1990er Jahre regte mich Dr.
Hinrichs mit seiner damaligen Band The
Surfin' Mo-Tones
dazu an, Surf
Rock zu hören, was ich seit dem immer wieder gerne tue.
Der bekannteste und gleichzeitig "böseste" Vertreter dieses Stils
ist Dick
Dale, dessen Titel Misirlou
1994 in Quentin
Tarantinos Kultfilm Pulp
Fiction Verwendung fand. Den alten Helden durfte ich am 05.11.2006
live sehen. Groß! Dr. Hinrichs hat während des Konzerts
mit Dale Plektren getauscht!
Dick Dales frühe Musik zeigt viele Einflüsse des Nahen Ostens, so dass mir
die Idee kam, in der ernsten Musik verwendete osteuropäische oder nahöstliche
Volksmelodien für ein elektrisches Schülerstreichensemble mit
Schlagzeug im Sinne von Surf Rock zu bearbeiten.
Vorlagen dafür waren mir einige der von Béla
Bartók gesammelten Volksliedmelodien aus seinen 44 Duos für zwei
Violinen, die ich in der Zeit vor meinem Referendariat am Gymnasium Horn
häufig für meine Geigenunterrichtstätigkeit verwendet habe.
Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre machte ich mit meiner Band Virulent
Violins und als "Virtual Violins" mit Blaine
L. Reininger (Tuxedomoon) viele Erfahrungen im Komponieren
und Arrangieren für elektrische Streicher, so dass ich jetzt viel
Spaß daran fand, drei erste Titel für Cello, drei Geigen und Schlagzeug
zu bearbeiten.